Jul 21

Bundesweites Vernetzungstreffen in Berlin

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Es geht weiter…

Vom 6. bis 8. August 2010 lädt Berlin zur bundesweiten Bildungsstreikkonferenz (aka Vernetzungstreffen) ein. Wir wollen Fragen, die sich viele lokale Bündnisse, Gruppen und Einzelpersonen stellen, gemeinsam auf bundesweiter Ebene diskutieren: Wo steht der Bildungsstreik gerade, geht es weiter, wenn ja: wie und wer macht mit?

Die Berliner Vorbereitungsgruppe hat dazu Räume auf dem Campus der TU Berlin organisiert, kümmert sich um Infrastruktur, Verpflegung und dergleichen.

Bitte schickt, wenn ihr kommen wollt, eine Anmeldung an
bildungsstreik.konferenz.berlin@googlemail.com – insbesondere falls ihr einen Schlafplatz benötigt und keine Bekannten in Berlin habt.

Wenn ihr als Bündnis/Gruppe zur Konferenz kommt, reicht uns natürlich eine Mail für alle. Im Idealfall schreibt ihr dann auch gleich, wenn ihr eine Mitfahrgelegenheit anzubieten habt, damit wir das an andere Interessierte weitersagen können. Letzteres könnt ihr unkompliziert als Kommentar zu diesem Artikel hier hinzufügen.

Sendet uns auch gerne Diskussionspapiere. Wir werden sie auf bildungsstreik.net veröffentlichen und auf ihrer Grundlage versuchen, einen Tagesordnungsvorschlag zu erarbeiten.

Wir sehen uns im August!

Konferenz AG
des Berliner Bildungsstreik-Bündnisses

Jul 15

Video

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Mittlerweile gibt es ein Video von der Demo in Friedberg

Jun 30

Bildungsstreikdemo in Friedberg

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Auf der gestrigen Demonstration der Bildungsstreik AG fanden sich unter dem Aufruf „Ya Basta! Es Reicht! Freie Bildung statt Zwang und wirtschaftliche Verwertungslogik!“ etwa 300 Menschen ein.

Bei der Zwischenkundgebung (Rede der Bildungsstreik AG) vor dem Schulamt stürmte eine kleine Gruppe in dieses hinein und verlieh den Forderungen durch eine eher symbolische Besetzung des Eingangsbereiches noch etwas Nachdruck.

Skandalöses Verhalten durch LehrerInnen erfolgte dann an der Adolf-Reichwein-Schule. Mit Lügen (angeblich habe man von der Demonstration gar nichts gewusst) wurde hier versucht, körperlichen Einsatz und das Einsperren hinter einem Gitter gegen SchülerInnen, welche sich an der Demonstration beteiligen wollten, zu rechtfertigen. Abgesehen von der Lügerei (» Wir haben die Schulleitung informiert«, so Kreisverbindungslehrer Sascha Abel, sowie mehrere Plakate direkt vor der Schule) ist dieses Verhalten in unserem Verständnis prinzipiell nicht akzeptabel. Wir werden besonders an der Adolf-Reichwein-Schule noch für die Verbreitung unserer Inhalte sorgen.

Nach einem recht langen Weg durch die Innenstadt endete die Demonstration dann mit einer Abschlußkundgebung (Reden von DFG-Vk, Landesschülervertretung und Verdi) und etwas Musik auf der Seewiese.

Trotz der großspurigen Ankündigung von JN/NPD, sich an der Demo zu beteiligen, zeigten sie gestern wieder ihr wahres Gesicht: In Sachen Bildung glänzen sie durch komplette Abwesenheit. 3 Aufkleber an Laternenmasten stellen wohl die interlektuelle Speerspitze der „nationalen Opposition“ dar.

Redebeiträge sowie weitere Fotos findet ihr, wenn ihr den Links folgt.

Weitere Berichterstattung:

Wetterauer Zeitung

hr-online

Kreisanzeiger

FNP

Jun 29

Auflagen

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Zum Lesen anklicken! Der Veranstalter behält sich das Recht vor, TeilnehmerInnen die gegen die Auflagen verstoßen oder anderweitig stören, aus der Demo entfernen zu lassen!

Jun 21

Rechtsextremisten im Bildungsstreik?

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Auf den Seiten der NPD-Wetterau sowie der JN Hessen wird angekündigt, dass sich die Rechtsextremisten an unserem Bildungsstreik beteiligen wollen. Wir lehnen jede Beteiligung von Rechtsextremisten an unserer Demonstration ab, da wir keine antidemokratischen und antiemanzipatorischen, rückwärtsgewandten Ideologien akzeptieren können. Die Beteiligung von Rechtsextremisten an der internationalen Bewegung für eine bessere Bildung wäre eine Beleidigung gegenüber unseren Zielen.

Wie steht die JN zu Bildung?

Auf der Homepage der hessischen JN gibt es keine Programmatik als eigenständige Jugendorganisation zu lesen. Sucht man nach dem Stichwort „Bildung“, so erhält man auch keine nennenswerten Ergebnisse. Das Verteilen von Rechtsrock-CD´s wird hier offenbar als Bildungsarbeit verstanden.

Bei der Mutterpartei gibt es auf 20 Seiten Parteiprogramm immerhin einen Punkt der sich auf fast einer Seite mit dem Thema „Bildungswesen“ auseinandersetzt. Interessanterweise übersteigen die komplett leeren Seiten dies um ein Vielfaches.

Dementsprechend dürftig fallen dann auch die Argumente aus. In „Anerkennung (…) der natürlichen Ungleichheit der Menschen“ möchte die NPD ein elitäres Schulsystem aufbauen. Wer hier durchfällt, darf sich auf dem zweiten Bildungsweg (das heißt in der Regel privat finanzierte Abendschule) versuchen der Elite anzunähern.

An anderer Stelle wird „die Einführung getrennter Schulklassen von Deutschen und Ausländern“ gefordert.

In einem „Maßnahmenkatalog“ soll anhand von fiktiven Radiomeldungen gezeigt werden, wie sich eine NPD-Regierung verhalten würde. Man liest hier sehr viel über Ausländer, nach nichtmal einem Jahr hätten wir in ihren Vorstellungen knapp 3 Millionen weniger in Deutschland. Die Worte „Bildung“ oder „Schule“ sucht man vergebens. „Lehrmittelfreiheit“ hat man wenigstens in einem halben Satz irgendwo zwischengeschoben.

Auch die Verurteilung der Uni-Besetzungen in Frankfurt von Seiten der NPD Hessen steht wie das Programm der Partei krass im Gegensatz zu unseren Zielen, denn gerade diese Besetzungen waren ein Versuch eine andere Art von Universität und Bildung in die Praxis umzusetzen.

Was diese Ansichten nun mit freiem Bildungszugang für alle Menschen, einer unserer Hauptforderungen, gemeinsam haben, erschließt sich wohl nur solchen Insidern, die sich schon ihr komplettes Leben im Bildungsstreik befinden.

Erst vergangene Woche stellte die NPD/JN ihr „Demokratie“-Verständnis unter Beweis, als sie zusammen mit bekannten Schläger-Gruppen aus Wetzlar und dem Schwalm-Eder-Kreis, gegen einen Infovortrag der Antifaschistischen Bildungsinitiative Wetterau e.V. demonstrieren wollte. Der NPD ist es wohl entgangen, dass auch der Kreisschülerrat als Vertretung der SchülerInnen der Wetterau ein Kooperationspartner dieser Veranstaltung war. Dass sich die NPD und ihre Jugendorganisation dann als „politische Jugendbewegung“ in dem „Dienst der Jugend“ sieht, dürfte hinfällig sein.

Auf ihrer Internetseite heißt es weiter: „Es erfolgt daher der Appell über die Grenzen der weltanschaulichen Lager hinweg“. Wir sagen deutliches NEIN zu einer Zusammenarbeit mit rechtsextremen Ideologien und deren Vertretern. Wir lehnen Antisemitismus, Rassismus und Führerprinzip ab!
Was der Nationalsozialismus unter Bildung verstand und versteht, mussten zu viele Jugendliche aus ganz Europa schmerzlichst erfahren. Hierbei sei auf das Jugend-Konzentrationslager in Moringen hingewiesen, in welches Jugendliche gesperrt und systematisch gequält wurden, weil sie sich nicht in der barbarischen Diktatur der Nazis zurechtfinden wollten oder konnten.

Unser YA BASTA gilt auch euch! Bleibt zu Hause. Ihr und eure reaktionäre „Bewegung“ werden gar nichts verändern.

Wir sind die Zukunft! Bildungsstreik AG Wetterau

Jun 10

85.000 Menschen demonstrieren

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

In ganz Deutschland gab es gestern zum bundesweiten Aktionstag Demonstrationen gegen die Bildungspolitik. Insgesamt gingen rund 85.000 Menschen auf die Straße. Hierunter waren nicht nur SchülerInnen und StudentInnen – auch Auszubildende und Angestellte der Bildungseinrichtungen demonstrierten mit.

Hessen war natürlich mit dabei. So gingen in Kassel etwa 2000, in Wiesbaden 800 und in Frankfurt zwischenzeitig auch knapp soviele protestieren. Zu weiteren Demonstrationen kam es unter anderem noch in Marburg, Oberursel und Bensheim, in Gießen gab es ein Protestgrillen.

Das aktuelle Hauptstreikthema in Hessen sind die 79 Millionen Euro Kürzungen an Unis und Schulen. Die wahren Probleme sind selbstverständlich tiefer gehender Natur.

Jun 8

29. Juni Demo in Friedberg

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Auf Grund der anhaltenden Misere in der Bildungspolitik veranstaltet die Bildungsstreik AG am 29.06. in Kooperation mit dem Kreissschülerrat ein Demonstration gegen die aktuellen Zustände:

Ya Basta! Es Reicht!

Seit nun über 4 Jahren fordern SchülerInnen und StudentInnen einen Wechsel in der Bildungspolitik. Gefordert wird ein ganz neues System von Lernen. Nicht mehr der kühle kalte Konkurrenzkampf um die Noten soll die Klassenzimmer beherrschen, sondern ein friedliches Miteinander, hin zu einer solidarischen Gesellschaft, in der Kritik, gemeinsames Schaffen und Selbstbestimmung die Bildung und Pädagogik ausmachen sollen.

Verändert hat sich aber nichts.

Gerade jetzt in der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt sich, für was die momentane Politik und das jetzige Wirtschaftssystem tatsächlich stehen. Während Banken Kredite in Milliarden-Höhe ohne jegliche Kontrolle aus staatlichen Kassen erhalten, wird dieses Geld im Bildungswesen und im Sozialbereich eingespart. Gleichzeitig erhalten Unternehmen und die Bundeswehr immer mehr Einfluss auf die Bildungseinrichtungen und bestimmen schon heute einen Großteil des Lehrplans. Schule ist somit nur noch ein Bereich in dem ausschließlich die Verwertungslogik regiert. SchülerInnen werden dabei zu Humankapital degradiert und dienen allein wirtschaftlichen bzw. kriegerischen Überlegungen. Der Mensch ist in diesem Denken vollkommen egal, er ist nur noch Ware.

Wir stellen uns gegen diese ausbeuterische Politik, die sich einmal mehr gegen Armen und Schwachen der Gesellschaft richtet. Der momentane Zustand din Bildung und Sozialbereich ist unerträglich, wir fordern:

selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,

- freier Bildungszugang für alle Menschen, Lehrmittelfreihet und Abschaffung von sämtlichen
Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren

- öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf
Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe,

- Einstellung aller Verfahren gegen unsere Bildungsstreik-Aktivisten

- und konsequente Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen
Bildungseinrichtungen

Deswegen Demo am 29. Juni um 11 Uhr an der Burg/Friedberg!

Route:

Mai 27

Bundesweiter Bildungsstreik

Veröffentlicht von admin

Für die bundesweite Streikwoche (7. – 11.6. 2010) gibt es nun ein tolles Mobi-Video. Einfach angucken und weiterzeigen :)

Mai 7

11. Mai Demo in Wiesbaden

Veröffentlicht von admin

Dienstag, 11. Mai 2010, 15 Uhr, ab Wiesbaden Hbf: LandesAstenKonferenz, ver.di, GEW und verschiedene Senate rufen zu dieser Demo auf. Abschlusskundgebung: 16:30 Uhr vor dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Vor ein paar Wochen wurde bekannt, dass es massive Kürzungen im Bildungsbereich geben soll, 34 Millionen pro Jahr für die Hochschulen und 45 Millionen für die Schulen. Inzwischen liegen auch erste Schätzungen für die Goethe-Universität vor, in Frankfurt werden es wohl 13 Millionen sein, die der Hochschule weniger zur Verfügung stehen. Am 11. Mai soll der Hochschulpakt in Wiesbaden unterzeichnet werden. Einige Hochschulen haben schon angekündigt den Pakt nicht zu unterzeichnen . Die LandesAstenKonferenz ruft deshalb zusammen mit ver.di, der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), sowie diversen Senate von hessischen Hochschulen dazu auf am 11. Mai in Wiesbaden gegen die Kürzung demonstrieren zu gehen.

Unter dem Motto „Kürzungen blockieren – 10% mehr für Bildung an Schulen und Hochschulen“ treffen wir uns um 15:00 Uhr am Hauptbahnhof in Wiesbaden.

In diesem Sinne hoffen wir möglichst viele von Euch am nächsten Dienstag zu sehen, um gemeinsam gegen diesen Bildungskahlschlag zu demonstrieren.

Für Solidarität und freie Bildung.

Treffpunkt für die Wetterau: 13.43 Uhr am Friedberger Bahnhof

Mai 4

Nachttanzdemo in Darmstadt am 14.Mai

Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau

Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre marktwirtschaftliche Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Bildungsproteste im vergangenen Jahr haben vielfältige Probleme im Bildungssystem zur Diskussion gestellt,. Sie haben einen sozialen Konflikt erkennen lassen. Oder : Und einen sozialen Konflikt klar erkennbar gemacht.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Forderung:

Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein.

Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen!

Dabei ist uns klar, dass der Kampf für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche immer den Kampf gegen Herrschaft an sich beinhalten muss. Beispielsweise sind Sexismus, Rassismus und Ageism zwar historisch untrennbar mit den gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen verwoben, jedoch auch nach der radikalen Demokratisierung aller Lebensbereiche weiter denkbar.

Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe zurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Hochschule die Hochschule aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben, ein selbstbestimmtes Leben sein soll.

Mit der Nachttanzdemo am 14.05. in Darmstadt wollen wir diese Gedanken Wirklichkeit werden lassen. Statt uns auf tristen Straßen dem Fortbewegungszwang zu unterwerfen, wollen wir einen Freiraum schaffen, in dem all unsere Gedanken, Utopien und Träume Platz haben und wir sie zur Realität werden lassen. Lasst uns gemeinsam solidarisch diesen Freiraum verwirklichen!

Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!

Für ein Campus Camp wird gesorgt sein!

Komitee für freie Bildung

AStA TU Darmstadt

AStA Hochschule Darmstadt

darmstadt.bildungsstreik.net


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